Sonntag
18
November
2018
 
Sachsenhausen A-Z

Grüne Soße und Äbbelwoi – Frankfurts kulinarische Seite

Europäische Zentralbank, der Main und ganz viele Geldinstitute, deren Bürogebäude die Skyline prägen: Frankfurt ist ein modernes Zentrum des neuen europäischen Lebensstils. Doch die Mainmetropole kann nicht nur international punkten, die größte Stadt Hessens bietet auch althergebrachte regionale Spezialitäten.

In Dribbebach kann man es sich schon mal gut gehen lassen. Südlich vom Main beherbergt der größte Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen neben seiner berühmten Museumsmeile und dem Mainufer noch viele alteingesessene Ebbelwoilokale, die kulinarische Spezialitäten aus Hessen wie Handkäs mit Musik oder Rippsche mit Kraut anbieten. An den Ebbelwoi-Garnituren finden sich gebürtige Frankfurter genauso ein, wie Touristen und frisch Zugezogene.

Die besondere Soße

Zu vielen Gerichten, sei es Salz- oder Pellkartoffeln, gekochte Ochsenbrust, Tafelspitz oder auch Fisch, wird etwas ganz Besonderes gereicht: Die Frankfurter grüne Soße erfreut sich in der Mainmetropole einer großen Beliebtheit und gilt unter Liebhabern als unersetzlicher Gaumenschmaus. Dabei ist die Herstellung recht einfach.

Sieben Kräuter braucht der Frankfurter

Die grüne Soße trägt ihren Namen aufgrund ihrer natürlichen Färbung, die sie durch sieben unterschiedliche Kräuter erhält. So werden Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Kresse, Sauerampfer, Pimpinelle und Borretsch (je 25 Gramm) benötigt, soll die grüne Soße ihre traditionelle Farbe und den unverwechselbaren Geschmack erhalten. Diese Kräutermischung muss zusammen mit etwa 200 Gramm Sauerrahm mit 10 Prozent Fett sowie jeweils einem Teelöffel Salz, Senf und Zucker zerkleinert und zusammengemischt werden. Dafür bieten sich Produkte wie der Vitamix Pro 500 mit Smart-Blending-Funktion an. Nach dem Mixen wird die Menge in eine andere Schüssel umgefüllt, in der ein Kilogramm Naturjoghurt (2,8 Prozent Fett) sowie sechs hartgekochte und halbierte Eier hinzugefügt werden. Für sechs Personen reicht diese Menge an Zutaten, in großer Runde isst es sich ja bekanntlich gemütlicher. Dass sich mit der Zeit eine Vielzahl an Variationen für grüne Soßen gebildet haben, die ganze Rezeptbücher füllen, ist für ein Gericht mit solcher regionaler Bedeutung verständlich.

Dazu? Natürlich Äppelwoi!

Äppelwoi, Stöffche: Der Apfelwein hat in der Mainmetropole Frankfurt verschiedene Namen vom Schoppe über Gespritzte (mit Wasser) bis zum Stöffsche. Hergestellt nur aus Äpfeln, hat das Getränk einen frischen Geschmack, wenn es aus de "Gerippten" genannten Gläsern in die Kehlen fließt - natürlich nur, wenn er vorher im Bembel war. Einen Steinkrug mit Zott und Henkel. Mit zunehmender Zeit wurde aus dem Äppelwoi mehr als nur ein althergebrachtes Getränk in den Frankfurter Restaurants. Mittlerweile findet das Stöffche auch in vielen Szenebars seinen Einzug in das Nachtleben der Bankenmetropole.