Montag
24
September
2018
 
Sachsenhausen A-Z

Alternative Energie in Frankfurt

Die Stadt Frankfurt am Main ist eines der Gründungsmitglieder des Klima-Bündnis europäischer Städte und schreibt sich schon seit Längerem auf die Fahne, erneuerbare Energien zu fördern. Allerdings hapert es noch immer an den Windkraftanlagen.

Wo könnten Windräder stehen?

Grüner Strom ist für die Deutschen schon seit etwa drei Jahren eine Selbstverständlichkeit. Wer seinen Stromanbieter wechseln möchte und einen Tarifvergleich durchführt, wird überrascht sein, wie viele Ökostromanbieter ganz oben bei den günstigsten Tarifangeboten dabei sind. Damit grüner Strom auch langfristig günstig bleibt, muss er natürlich in ausreichendem Maße vorhanden sein. Die Energiepläne der Hessischen Landesregierung sind in dieser Beziehung ehrgeizig. Geht es nach ihren Prognosen, würde die Energieversorgung bis zum Jahr 2050 ganz und gar aus erneuerbaren Quellen gedeckt sein. Dazu benötigt man auch die Windenergie, doch hier ergibt sich ein Standortproblem:
Das Regierungspräsidium Darmstadt und der Regionalverband FrankfurtRheinMain haben mögliche Standorte von Windkraftanlagen in Südhessen vorgestellt. Aus diesen Standortkarten wird ersichtlich, dass knapp 17 Prozent der Fläche des betreffenden Bezirks prinzipiell für die Windenergiegewinnung genutzt werden könnten. Dort weht also der Wind mindestens 5,5 Metern pro Sekunde in 140 Meter Höhe mit ausreichendem Abstand zu Siedlungen, Naturschutzgebieten und Straßen. Dennoch muss man die einzelnen Standorte auch weiterhin genau prüfen. Noch schwieriger ist es im Stadtbereich Frankfurts.

Windkraftanlagen im Stadtbereich

Standorte im Stadtgebiet Frankfurts sind durchaus denkbar, doch es tauchen immer wieder Probleme und Hürden auf. Nordöstlich von Nieder-Erlenbach (Richtung Karben) und am Rand von Bergen-Enkheim plante man den weitläufigen Bau von Windrädern schon vor Jahren. Während die bereits installierten Anlagen im Karbener Land prächtig Strom produzieren, könnten die noch geplanten Windräder nun durch die Deutsche Flugsicherung (DFS) verhindert werden. Die prüft nämlich gerade, ob bestimmte Gebäude und eben auch die Windräder die Navigation von Flugzeugen beeinflussen können. Es gibt eben eine Menge zu bedenken.